Meine Antworten auf häufige Fragen aus kleinen und mittelständischen Firmen

Wie stelle ich ein gutes Team zusammen?

In bürokratisch organisierten Strukturen war ein Team die reine Vergrößerung der Gruppenstärke: Aus einem Buchhalter mache zwei, aus zwei mache drei und so weiter. Ein funktionierendes Unternehmen wurde in seine Einzelaufgaben unterteilt und so Abteilungen gebildet. Es gab einen Inhaber, der seinen Leuten die Aufgaben zugewiesen hat. Er war Vordenker und Arbeitsorganisator. Die Arbeitsorganisation wurde “Top-to-Down” direkt aus der Unternehmenspolitik abgeleitet. Im klassischen Management folgt Struktur stringent der Strategie.

Die Welt ist nicht mehr einfach, sondern komplex und ungewiss

Unter komplexeren und widersprüchlichen Bedingungen wird es jedoch schwer, vollkommen (zweck-)rationale Prozesse einzurichten und sich in der täglichen Arbeit daran zu halten. Sachlich perfekte, widerspruchsfreie und vollständige Positonen und Rollen – das ist heute schwer bis unmöglich. Nicht nur, dass dies die kognitiven Fähigkeiten einer einzelnen Person (oder kleinen Personengruppe) übersteigt, auch mangelnde Akzeptanz sind die Folge. Nichtsdestotrotz versuchen sich heute immer noch zahlreiche Unternehmen an diesem Weg. Bis dato waren sie damit auch mehr oder weniger erfolgreich.

Als Zugeständnis zum Streben nach Selbstverwirklichung guter Mitarbeiter und aus dem Wunsch heraus, dennoch die Kontrolle über die Firma zu behalten, werden die “Befugnisse” zwischen einer allein entscheidenden Zentrale (Auftraggeber) und weiteren möglichen Instanzen (z. B. Projektleiter, Management von Fachbereichen oder Task Forces) verteilt. Dabei behalten sich diese traditionell organisierten Firmenzentralen das Initiierungs- und Letztentscheidungsrecht weitgehend vor. Fachliche Angelegenheiten (z. B. der Konzept-Entwurf) werden delegiert. Über diesem Recht “mitentscheiden zu dürfen”, schwebt jedoch stets das Demoklesschwert, dass dieses Privileg bei Nicht-Erfolg wieder entzogen wird.

Pech nur, dass dies bei den Beteiligten zu folgenden Konsequenzen führt:

  • Die Mehrzahl an Entscheidungen werden stets zurück an die Firmenspitze delegiert. So sind Chefs ständig mit Feuerwehr-Politik und Tagesgeschäft beschäftigt. Die Zeit, sich um die Firma zu kümmern, wird dadurch drastisch beschnitten. Statt am Unternehmen zu arbeiten, arbeiten sie im Unternehmen.
  • Die Motivation der Mitarbeiter, unternehmerisch zu denken, sinkt. Da “Mitdenken” auf sehr subtile Weise in diesen Strukturen sanktioniert wird, nimmt die Bereitschaft zu mutigen Entscheidungen drastisch ab. Sind diese Abläufe verinnerlicht, ist es um so schwerer, das Potenzial in einer Firma wieder zu heben.
  • Um zu motivieren, “braucht” es externe Motivatoren – Boni, stete Gehaltssteigerungen, Incentives und so weiter. Ein Teufelskreis, denn das System bestätigt sich ja selbst und wird genau dadurch geschwächt…

Firmen als lernende, sich selbst organisierende Systeme

Will ich Menschen für mein Vorhaben gewinnen, gilt es, ihnen erst einmal etwas zuzutrauen. Ich finde es immer wieder absurd, dass Firmen bei Stellenausschreibungen nur die Besten suchen, um ihre Mitarbeiter dann wie kleine Kinder, denen man alles vorschreiben muss, zu behandeln. Das fängt bei der Zusammenstellung von Teams an.

Teams lösen Problemstellungen. Ihr Ziel ist, den Nutzen für die Wunschkunden der Firma zu vergrößern: ein besserer Service, ein pfiffigeres System aus erstklassigen Komponenten, eine optimierte Adaption des Basis-Systems an die individuellen Bedürfnisse des Kunden vor Ort. Diese Leidenschaft ist es, die die Anziehungskraft von Teams für Dritte ausmacht. Menschen kaufen von Menschen. Weil die Chemie stimmt und nicht weil Produkteigenschaften ja so viel besser sind. Gerade bei erklärungsbedürftigen Investitionen und bei komplexen Dienstleistungen zählt die Beziehung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Alles andere ist nur Zugangsvoraussetzung und Einstiegshürde, die es mit Schwung zu nehmen gilt.

Erfolgreich sind Teams also dann, wenn verschiedene fachliche, sachliche und menschliche Kompetenzen zusammenkommen. Es ist die bunte Vielfalt, die benötigt wird, um den Bedarf des Kunden zu verstehen und zu befriedigen. Starke Teams vereinen starke Persönlichkeiten. Es können alle ein bisschen was von allem. Sie haben gelernt, systemisch zu denken und zu handeln.

Kniff für den Meister: Erfolgreich sind Teams, wenn

  • jeder effizient und weitesgehend selbständig arbeiten kann.
  • regelmäßig Rahmenbedingungen daraufhin geprüft werden, welche Abläufe die Zusammenarbeit des Teams untereinander und mit den Kunden stören oder hindern. Und diese sukzessive behoben werden.
  • der soziale Zusammenhalt des Teams regelmäßig gefördert und gepflegt wird.

Der Wert eines Teams steigt, wenn alle Beteiligten all ihre fachlichen, sachlichen und menschlichen Kompetenzen einbringen können. Den richtigen Kunden, ich nenne sie die Wunschkunden, ist dies etwas wert. Aus der zwischenmenschlichen Beziehung der eigenen Leute untereinander und mit dem Kunden entsteht Wertschöpfung von der alle gut leben können.

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