Schon als Jugendliche habe ich festgestellt: Drehen sich die Gedanken im Kreis, hilft am besten ein ausgedehnter Spaziergang von A nach B. Lösen wir uns von unserem Arbeitsplatz mit dem Rechner, dem Telefon, der To-Do-Liste – kann Inspiration frei fließen. Wandern oder Spazierengehen bedeutet, sich auf das Laufen, auf die Umgebung zu fokussieren. Ich kann mich von den zermürbenden Vorstellungen ablenken, in dem ich Wiesen und Sträucher betrachte, den Vögeln und meinen Schritten im Kies zuhöre, den Duft der Blumen rieche.

Ich habe gelernt, dass mein Unterbewusstsein für mich arbeitet. Ich lasse das Nachdenken zu – gehe Gedanken jedoch nicht aktiv nach. Sie kommen und ziehen vorbei. Interessanterweise verliere ich sie nicht „unterwegs“. Zurück am Schreibtisch angekommen, sind sie abrufbar. Eine Erkenntnis, die mich sehr befreit und meine Gelassenheit gestärkt hat.

Idealerweise integrieren wir vier mal vierzig Minuten Laufen in unseren Wochenrhythmus. (Dies kann auch als Joggen interpretiert werden. Spazierengehen reicht für den Aufbau von Fitness aus.) Ich nenne es „Mit meinem Schweinehund Gassi gehen“. Je regelmäßiger und rhythmischer wir dies tun, desto leichter wird es, „ihn“ (und damit mich) vor die Tür zu bringen. Wir sehnen uns danach und müssen nicht jedes Mal mit „ihm“ diskutieren.

Wer mich kennt weiß, dass ich diese individuellen Wanderungen durch den Walk to Talk – also die Ge(h)spräche mit anderen ergänze. Reflektieren mit Gleichgesinnten auf Augenhöhe, Kennenlernen, Kontakte pflegen, Strategie-Runden und auch Konflikt-Gespräche lassen sich wunderbar bei einem gemeinsamen Spaziergang umsetzen. Sitzen ist statisch. Laufen ist dynamisch. Dies drückt sich auch in den Ge(h)sprächen aus.

Gleichzeitig entschleunigt das Laufen. Besonders in der Natur kann ich allen Sinneseindrücken fröhnen. Gesprächspausen werden als angenehm und wohltuend empfunden. Alles kann. Nichts muss. Ein Prinzip, das wir im Arbeitsleben fast vergessen zu haben scheinen. Beim Walk to Talk können wir es wieder lernen und praktizieren. Daraus entsteht sehr viel Umsetzungsenergie.

Anderen zuzuhören, sich für ihr Leben zu interessieren hat noch zwei weitere Vorteile: Ich erfahre, woran mein Gegenüber arbeitet. Ich lerne ihre/seine Ziele und Wünsche kennen. Spreche ich mit vielen Menschen, kann ich Muster und Trends erkennen. Ich kann Netzwerke knüpfen, (Quer)Verbindungen herstellen.

Im Beruf hilft mir dies, Lösungen zu entwickeln und oft finde ich Ideen für Produkte und Dienstleistungen. Obendrein schmore ich nicht mehr im eigenen Saft. Meine Probleme treten in den Hintergrund – können von mir anders einsortiert werden. Mein Blick ist frei für Neues. Ich bleibe kreativ und innovativ.

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