Demokratie, Holakratie und Soziokratie sind Erfolgsfaktoren für die Zukunftsrobustheit und Leistungsfähigkeit von kleinen und mittelständischen Firmen.

  • “Wissen ist Macht” hat mit Transparenz, Verantwortung, Bewusstsein und lebenslangem Lernen zu tun.
  • Unternehmerische Entscheidungen fallen mit — nicht mehr für — Mitarbeiter/n.
  • Führung ist eine Grundhaltung. Sie gibt der Firma Methodik, Struktur und wird zum Gestaltungsrahmen.
  • Beteiligte denken unternehmerisch mit und sind autonome Entscheidungsträger im Sinne des Gemeinwohls.

Wie kann dies gelingen? Wir geben Impulse, Beispiele aus der Praxis und unterstützen in der Umsetzung.

Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft für kleine und mittelständische Firmen: Selbstgesteuerte Organisationen

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Worum geht es?

In der Diskussion um alternative Wirtschaftsmodelle ist das Konzept der selbstgesteuerten Organisation für kleine und mittelständische Unternehmen interessant. Unser Denkmodell enthält Elemente der Unternehmensdemokratie, Soziokratie und Holakratie. Das Modell der Firmendemokratie hat seine Wurzeln in der politischen Philosophie, geht jedoch über eine reine “Wahl des Chefs” hinaus. Es geht um Partizipation an und Dezentralisieren von unternehmerischen Entscheidungen.

Warum und wozu?

Mit dem Schaffen von Transparenz als erste Stufe der Demokratisierung von Firmen wird die Basis gelegt, die Teilhaber über verschiedene Teilhabe-Niveaus zu autonomen Entscheidungsträgern im Sinne des Gemeinwohls zu ermächtigen. In letzter Konsequenz entscheiden wir nicht mehr für, sondern mit den Beteiligten (Mitarbeitern, Kunden, usw.).

Mittels integrativen Entscheidungsprozessen – Holakratie – wird gleichzeitig sicher gestellt, dass alle Perspektiven, die für die Steuerung der Organisation und das Erreichen des Ziels relevant sind, auf jeden Fall integriert werden und Stagnation verhindert wird.

In Summe entsteht so ein Organisationsmodell für Firmen, bei dem alle Beteiligten des Systems ein hohes Maß an Mitbestimmung gewinnen: Soziokratie. Alle Grundsatz- und Rahmenentscheidungen werden gemeinsam im Konsent getroffen. Konsent bedeutet, keine/r der Beteiligten erhebt einen schwerwiegenden Einwand im Hinblick auf das gemeinsame Ziel. Wie eng und weit die Unternehmensgrenzen je Konsent gezogen werden, wird in den Firmen unterschiedlich gelebt.

Was ist der individuelle, der unternehmerische und der gesellschaftliche Nutzen?

In der Kombination aus Demokratie, Holakratie und Soziokratie kann die Zahl der sinngekoppelten Mitwirkenden deutlich gesteigert werden. Sie sind nicht nur Ausdruck von Freiheit und Chancen-Gleichheit – letztlich stärken sie die Zukunftsrobustheit und Leistungsfähigkeit in einem dynamischen, komplexen Umfeld. Und tragen zu Unternehmenserfolg heute und in Zukunft bei.

Du wünschst Dir den persönlichen Austausch

… rund um die Anwendung und Transformation hin zu einer sich selbst steuernden Firma? Wir empfehlen:

Eigene Formate mit unserer Unterstützung organisieren und moderieren

  • Vortrag mit Diskussion für Eure Firma – auf Wunsch auch im Tandem: unsere Experten zusammen mit ihren Kunden
  • Unternehmerzirkel beim EnjoyWorkCircle (Quartalstreffen)
  • Erfahrungsaustausch beim EnjoyWorkCamp (Unkonferenz zu Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft)

Weitere Veranstaltungsformate zum Erfahrungsaustausch bitte siehe offene Veranstaltungen in und mit unserem Netzwerk.

Anregungen? Fragen? Wünsche? Gern. Nehme dafür bitte Kontakt mit Franziska auf oder buche einen Termin.

Meine Antworten auf häufige Fragen zu Demokratie, Holakratie und Soziokratie in kleinen und mittelständischen Firmen

Wirtschaftsdemokratie ist der Inbegriff aller ökonomischen Strukturen und Verfahren, durch die an die Stelle autokratischer Entscheidungen demokratische treten, die durch die Partizipation der ökonomisch Betroffenen und/oder des demokratischen Staates legitimiert sind.” Fritz Vilmar

Wirtschaftsdemokratie ist die makro-ökonomische Sicht auf Demokratie in der Wirtschaft. “Als Wirtschaftsdemokratie werden verschiedene historische und zeitgenössische Konzepte bezeichnet, welche die Mitbestimmung und Beteiligung der Arbeitnehmer an wirtschaftlichen Prozessen und eine demokratisch legitimierte Globalsteuerung der Marktwirtschaft anstreben.” [Quelle: Wikipedia]

Daraus leite ich Unternehmensdemokratie ab als mikro-ökonimische Sicht – also die Demokratie im System, in dem sich Deine Firma bewegt. Wie groß dieser Gestaltungsrahmen gesetzt wird, ist eine Frage, welche Interessengruppen Du bzw. Ihr als firmen-zugehörig definier(s)t. Im engeren Sinne sind es alle Beteiligten an Eurem Unternehmen: Inhaber und Mitarbeiter. Weiter gefasst gehören Dienstleister wie auch Abnehmer und sonstige Interessengruppen, die zu Eurem Erfolg beitragen oder von den Auswirkungen Eures (Nicht)Tuns betroffen sind, mit dazu.

Firmen-Holakratie wiederum ist ein systemisch-integraler Entwicklungsansatz für die Führung und Organisation von Firmen. Dabei werden Planung und Kontrolle durch Wahrnehmung und Steuern weiterentwickelt bzw. letztlich ersetzt. In einem klar umrissenen Autoritätsbereich kann der Einzelne frei gestalten. “Um dies zu ermöglichen bespielt Holacracy® insbesonder die mittlere Ebene der Komplexität, die zwischen der abstrakten Strategie (das Wohin) auf der einen und dem konrekten operationalen Tagesgeschäft (das Was) auf der anderen Seite liegt. Diese betrifft das Wie der Zusammenarbeit, die Verteilung von Autorität auf Untereinheiten der Organisation (Kreise, Rollen, Zuständigkeiten). Diese Steuerung, oder auch Governance genannt, ermöglicht und fordert aktive Mitbestimmung aller Mitarbeiter eines Teams, von der untersten Ebene bis nach oben in den Vorstand. Der Prozess Integrativer Entscheidungsfindung stellt hierbei sicher, dass alle Perspektiven, die für die Steuerung der Organisation und das Erreichen des Ziels relevant sind, auf jeden Fall integriert werden und Stagnation verhindert wird.”
[Quelle: Dr. Andreas Gutjahr in “Holakratie im Überblick” via shiftconsulting ]

Ausdruck von Unternehmensdemokratie sind folgende Strukturen und Rahmenbedingungen:

  • Mitbestimmung und unternehmerisches Denken (überbetrieblich, firmenbezogen und betrieblich)
  • Partizipation und Dezentralisieren von unternehmerischen Entscheidungen
  • Transparenz intern wie auch gegenüber Interessengruppen

Weiterführende Lese-Tipps:

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In demokratisch organisierten Firmen entscheidet nicht mehr der Chef (allein). Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft fordern von allen Verantwortung zu übernehmen und die Geschicke der Firma eigenverantwortlich voranzutreiben.

Diese veränderte Grundhaltung zur Firma bedeutet, dass Führung Entscheidungsprozesse moderiert und den Teilhabenden dabei hilft, Verbesserungen schneller umzusetzen. Führung entsteht aus dem Verständnis, dass in einem sich dynamisch beständig wandelnden Umfeld nicht mehr eine Person (der Chef), darüber bestimmt was und wie etwas getan wird. Unternehmensdemokratie setzt auf die Intelligenz und die Umsetzungsstärke der Vielen.

Damit eine Firma nun jedoch nicht im Chaos und Anarchie versinkt, gilt es drei Ebenen von Führung zu unterscheiden:

  • Entscheiden auf Arbeitsebene
  • Entscheiden auf Führungs- und Prozess-Ebene und
  • Entscheiden auf strategischer Ebene

Wie konstruktive Entscheidungen effizient getroffen werden können, beschreibe ich unter:

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Ja, mir sind zahlreiche Firmen bekannt, die nach unternehmensdemokratischen und/oder holakratischen Prinzipien leben und arbeiten. Wir alle haben uns auf einen Weg begeben. Wir sind Lernende im Anwenden dieser Wirtschaftsmodelle und darin unterschiedlich weit entwickelt.

Hier eine Auswahl* an Firmen in alphabetischer Reihenfolge:

Du kennst noch eine Firma, die hier nicht fehlen darf? Ich freue mich sehr über sachdienliche Hinweise – gern auch in Form eines Ge(h)sprächs. ;-)

* Warum Auswahl? Noch nicht jede Firma möchte in aller Öffentlichkeit darüber sprechen – um den Prozess der Demokratisierung stärken zu können und/oder sattelfest in der Anwendung von Holakratie zu sein bevor sie einem Interesse von außen zu stark als Störfeuer ausgesetzt ist. Noch nicht alle Vorschläge sind auf Theorie versus Praxis von mir geprüft. Mir geht es in den Beispielen um Qualität vor Quantität. Ich bitte daher um Verständnis, dass diese Liste wächst und freue mich um so mehr darauf, bald hier und drüben via EnjoyWork – Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft zu berichten.

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Impulse und Meldungen zu Unternehmensdemokratie, Holakratie und Soziokratie

Genossen mit Gründergeist: Sei Genopreneur!

05.06.2016 | Mit dieser Aufforderung lud die Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG e.V.) in Kooperation mit dem Corporate Startup Summit zum ersten Genopreneurship Summit nach Köln. Ihr folgten einhundert Menschen aus Genossenschaften (vorwiegend genossenschaftlichen Banken) und Startups. Es war genau diese Mischung, die die Konferenz interessant machte. Im Spannungsfeld der Utopisten und Dystopisten der Digitalen Transformation wurden Trends, Werte, Haltung, Geschäftsmodelle, Methoden wie auch Technik von unterschiedlichsten Seiten beleuchtet. Ein subjektiver Rückblick.

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Selbstorganisation im Mittelstand: Wie verändern sich die Rollen des Chefs und der Mitarbeiter?

01.03.2016 | "Sobald eine Firma einen gewissen Grad an Komplexität überschreitet, ist sie langfristig nicht überlebensfähig, wenn sie extrem enge Handlungsspielräume für ihre Mitarbeiter festzurrt und versucht, mit klugen Führungskräften den Markt zu meistern, Kunden zu begeistern und Zukunftstrends zu erkennen. Ich halte daher klassische Management-Methoden für uns nicht für passend." so Stephan Heiler zu seinen Motiven für den Veränderungsprozess. Als Geschäftsführer eines mittelständischen Handwerksbetriebs nutzte er den Generationenwechsel, um seine Firma zukunftsrobust aufzustellen.

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Unternehmensdemokratie - Lösung oder neuster Kniff des Kapitalismus?

21.12.2015 | Im Gespräch zu Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft taucht wiederkehrend die Frage auf: Lohnt sich das? Egal ob es sich dabei um Demokratisierung, Wetten statt Planen, Führen mit Sinn, Wandelmut und / oder Zukunftsrobustheit handelt – im Grunde fragt unser Gegenüber: Bringt das (mehr) Geld? Im Erarbeiten der Sketchnote für die Lesart „Die Macht der Manager - Mitbestimmung oder Autokratie in Unternehmen?" vom 27. 10. 2015 beschäftigte uns vor allem die Haltung, die hinter diesem Anspruch steht. Was also ist Unternehmenserfolg?

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Management-Innovationen: Sinnkopplung (Einführung)

03.10.2013 | Eine der zentralen Fragen von Entscheidern ist der Umgang mit Sinn. Knüpft ein Mensch an etwas so an, dass von diesem Moment an sein Handeln und Denken richtungsweisend beeinflusst ist, so spricht man von Sinnkopplung. Kann ich als Führungskraft diese Richtung beeinflussen? Wenn ja wie? Augenblicke der Sinnkopplung sind gefühlsbestimmt und finden immer wiederkehrend bewusst und unbewusst statt. Im Folgenden werde ich den Begriff abgrenzen zu beruflicher (Sinn-)Erfüllung, emotionaler Verbundenheit und Identifikation. Ich beschreibe die Formen der Sinnkopplung und gebe praktische Tipps.

Weiterlesen: Management-Innovationen: Sinnkopplung (Einführung)



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