Meine Antworten auf häufige Fragen aus kleinen und mittelständischen Firmen

Wie lässt sich Sinnkopplung abgrenzen?

Im Folgenden grenzen wir Sinnkopplung ab gegenüber:

  • Sinn und Sinnerfüllung
  • Identifikation
  • affekt-motivationalen Zuständen

Ich danke meinem Co-Autor Gebhard Borck für die Gegenüberstellung und damit die fundierte fachliche Basis dieses Kapitels.

Sinnkopplung versus Sinn / Sinnerfüllung

Sinn und Sinnerfüllung sind einzigartig. Sie sind im Individuum komplex vernetzt zwischen Unterbewusstem und Bewusstem, Emotionalität und Sachlichkeit, Naturgegebenem und Anerzogenem, Innerem und Äußerem etc. In dieser individuellen Vielschichtigkeit sind weder Sinn noch Sinnerfüllung für einen selbst oder gar für andere (ganzheitlich) erfassbar. Der Umgang mit Sinn ist deshalb ebenso unvorhersehbar wie unübersichtlich und überraschend.

Sinnkopplung will die Beweggründe, sprich die individuelle Sinnhaftigkeit, nicht verstehen. Sie bleibt wertfrei. Vielmehr ist Sinnkopplung Ausdruck der Wahrnehmung und des Umgangs mit dem Moment der Kopplung zwischen den betreffenden Personen. Sie macht die Konsequenzen aus dieser Wahrnehmung zum Gegenstand. Aus ihrem Zustandekommen/Nicht-Zustandekommen können vernünftige und wertvolle Schlüsse sowohl für die Gruppe als auch den Einzelnen abgeleitet werden.

Der Sinn bleibt beim Individuum. Der Moment und die Art der Kopplung werden in den Mittelpunkt der Wahrnehmung und der Handlungskonsequenz gestellt.


Sinnkopplung versus Identifikation

Identifikation beschreibt einen Zustand der Übereinstimmung in Werten und Philosophie von Menschen mit Gruppen, Zielen, Ideen etc. Sich zu identifizieren hat allerdings keine zwingende Entscheidung und Handlung beim Individuum zur Folge.

Eine Person kann sich beispielsweise mit den Grundsätzen und Überzeugungen einer ökologisch-sozialen Lebensführung (z. B. den LOHAS) identifizieren und dennoch in ihrem Alltag verschiedene „Umweltsünden“ begehen und bei sich tolerieren.

In der Sinnkopplung wird sie gewissermaßen zur Extremistin / zum Extremisten. Die Person richtet alle Belange ihres / seines Lebens (Konsumverhalten, Beziehungen etc.) nach den Werten und der Haltung der Gruppe bzw. der Philosophie aus, an die sie angekoppelt hat.


Sinnkopplung versus affekt-motivationale Zustände

Ein gesteigertes (Arbeits)Engagement von Mitarbeitern im Zusammenhang mit aufgabenbezogenen Ressourcen ist bereits gut belegt. So gilt als sicher, dass beispielsweise Folgende affektiv-motivierend auf das Arbeitsengagement wirken: Handlungsspielräume in der Arbeitstätigkeit (job control), Aufgabenvielfalt, soziale Unterstützung am Arbeitsplatz, Feedback und ein allgemein optimistisch positives Organisationsklima. Affektiv motivierend heißt dabei, dass Menschen das Vorhandensein / die Bereitstellung dieser Ressourcen in einen motivierten (Grund)Zustand versetzt.

Im Unterschied dazu ist Sinnkopplung eine emotional-kognitiv basierte Reaktion. In ihr bewertet ein Mitarbeiter die gesamte (Arbeits-)Situation (Anforderungen, Belastungen, Ressourcen, Handlungen und Handlungsergebnisse, Erfahrungen, sozialer Kontext usw.) hinsichtlich ihrer Harmonisierbarkeit mit der eigenen Persönlichkeit, individuellen Lebensbedeutungen, Werten und Zielen. So verstanden sind affektiv-motivierende Ressourcen Bestandteil dieser Bewertung, jedoch nicht alleinig und auch nicht maßgebend.

Sprich: Wenn jemand sinnkoppelt, können Ressourcen wie Handlungsspielräume und Feedback das Wohlbefinden mit der Arbeit positiv beeinflussen. Nur sind sie keine Voraussetzung für eine leistungsfreudige Beteiligung an der Erwerbstätigkeit. Die Grundmotivation kommt von der Sinnkopplung – einer teils emotionalen, teils kognitiven Bewertung und Entscheidung.

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