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Aus. Zeit. Glücklich an der Ostsee

04.10.2013 – Ich war kein halbes Jahr alt, als ich mit meinen Großeltern das erste Mal an der Ostsee war. Bis zu meinem achtzehnten Lebensjahr fuhren wir in jedem Herbst oder Winter nach Kühlungsborn. Insofern empfand ich es als ein Heimkommen, als ich im September zwei Wochen an der Ostseeküste war. An der Küste ist wortwörtlich zu verstehen. Via airbnb hatte ich ein traumhaftes Strandhäuschen keine 100 m vom Strand entfernt gebucht. Kilometerlange, naturbelassene Wege im Hinterland und an der Sandsteilküste. Ausgedehnte Radtouren und Wanderungen. Idylle und dadurch Erholung pur.

Es war genial – von Anfang an. Halka Levetzow ist freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Recht schnell wurden wir uns einig und ich buchte meine erste Übernachtung via airbnb. Internetseite und App sind unkompliziert und einfach zu handhaben. Perfekt. Es wird sicher nicht meine letzte Buchung gewesen sein und ich empfehle den Service von airbnb gern weiter.

Ich war zuvor zwei Wochen in der Holsteinischen Schweiz unterwegs gewesen. Am zweiten September startete ich von Priwall gen Wismar und wählte den Ostsee-Fernradweg. Er führt durch eine wunderschöne Landschaft: hügelig, sehr grün, einfache Routen entlang der Steilküste. Leider hatte ich etwas Pech – es regnete. So wurde mancher Sandweg mit meinem Gepäck doch etwas eirig und kostete hohe Konzentration. Dafür wurde ich mit großartigen Ausblicken aufs Meer belohnt.

Als ich pudelnass in der Liebeslaube (der Campingplatz, zu dem auch die kleine Strandhaus-Siedlung gehört, heißt wirklich so!) ankam, empfing mich Halkas Tochter Lisa mit einem prasselnden Kaminfeuer. Ich fühlte mich durch ihre herzliche Art – die menschlich wie energetisch kuschelige Wärme – sofort im “Strandhaus Fiete“ heimisch.

Kaminfeuer im Strandhaus Fiete

Nach einem kurzen Rundgang durch das perfekt eingerichtete und urgemütliche Häuschen gab sie mir wertvolle Tipps für Touren und auch das Einkaufen von Lebensmitteln. Danach richtete ich mich ein. Mit wenig Gepäck ist das ja schnell gemacht. Dann Füße hoch und lesen. In der eigenen Fiete-Bibliothek hatte ich nämlich “Peter Pan” (das englische Original) gefunden.

Die folgenden Tage verbrachte ich mit stundenlangen Wanderungen am Strand. Hier wächst und gedeiht so viel Fauna und Flora in einem fast naturbelassenen Zustand.

Strandweg durch Schilf

Junge Schwalbe am Strand

Bauliche und ökologische Veränderungen werden behutsam vorgenommen – mehr um den instabilen Sandstein und die Arten zu schützen. Neubauten folgen nachhaltigen Prinzipien, z. B. die Grüne Wiek, eine Baumhaus-Siedlung, die als Jugend- und Radler-Herberge dient.

Baumhäuser in der Grünen Wiek in Beckerwitz

Wenn ich nicht wanderte, war ich mit meinem Rad unterwegs. So vergrößert sich der Radius und ich kann mehr entdecken. Nicht nur die Sandsteinküste, auch das Hinterland sind größtenteils naturbelassen und als Naturparks erhalten. Ich war sogar in einem Urwald.

Fahrradtour nach Steinbeck - Urwald

Es summt und brummt. Die Räder surren auf dem Asphalt oder knirschen im Kies. Der Wind als unsichtbarer Gegner fordert mich zum Zweikampf heraus. Die Apfel- und Pflaumenbäume, die Stoppelfelder – alles duftet herrlich nach Spätsommer.

Steilküste

Abends sagten sich die Häschen in meinem Garten Gute Nacht. Nachts ist es so ruhig, dass ich in den ersten Tagen davon aufwache – bis ich mich daran gewöhne. Kleiner Bonus für Nachtschwärmer: Der Sternenhimmel ist genial.

Hase und Hase sagen sich gute Nacht im Garten des Strandhauses Fiete

Alles zusammen: Idylle pur! Ich habe die Zeit im Strandhaus Fiete sehr genossen. Das Angebot für eine persönliche Führung durch Wismar musste ich leider ausschlagen (ich hatte mich irgendwann dann doch barfuß im Sand erkältet). Ein herzliches: Danke Halka! nach Wismar. Ich komme sehr gern wieder.



Weitere Fotos gibt es in meinen Fotogalerien:

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