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INDUSTRIEcamp 2017: Wissenschaft & Wirtschaft

14.06.2017 – Unter dem Motto „mitmachen, erleben“ findet vom 19. bis 25. Juni 2017 erstmals die Industriewoche Baden-Württemberg statt. Bei zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen können Bürgerinnen und Bürger erfahren, womit die Industrie-Region Baden-Württemberg Weltrang erreicht. In Kooperation mit dem Verband der Metall- und Elektroindustrie, der Hochschule Aalen, der IHK Ostwürttemberg und dem Förderverein der Hochschule Aalen biete ich Interessenten mit dem ersten Themen-BarCamp für die Industrie einen Wissens- und Erfahrungsaustausch zu Forschung und Entwicklung.

Vor knapp 5 Wochen wurde ich gebeten, eine Veranstaltung zu moderieren, die als Hauptziel verfolgt, Fachleute aus Forschung und Entwicklung der Region Ostwürttemberg miteinander zu vernetzen. Vertreter aus Wissenschaften und Wirtschaft mit Bezug zur Metall- und Elektroindustrie sind eingeladen, ihre Themen zu diskutieren und sich mit Vorschlägen für Projekte einzubringen. Das Ziel: Zusammen mehr erreichen.

Dass dies nicht mit einer auf Frontal-zu-Vielen-Kommunikation gelingen kann, war den Initiatoren vom Verband der Metall- und Elektroindustrie (Südwestmetall), der IHK Ostwürttemberg, der Hochschule Aalen und dem Förderverein der Hochschule Aalen von Anfang an klar. Ihre Idee, dieses Branchen-Treffen vielmehr als BarCamp zu organisieren, unterstütze ich gern. Und so machten wir uns auf den anspruchsvollen Weg, uns innerhalb kürzester Zeit gemeinsam über eine Strategie zu verständigen und diese in die Tat umzusetzen.

Nächste Woche ist es nun so weit. Im Rahmen der Industriewoche Baden-Württemberg (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg), findet das erste INDUSTRIEcamp an der Hochschule Aalen statt. Ich freue mich auf die Gespräche und darauf, was sich aus diesem Auftakt entwickeln kann.

Erstes INDUSTRIEcamp in Aalen

Dienstag, 20. Juni 2017 ab 13 Uhr
Hochschule Aalen / Neue Aula

Mehr Informationen und anmelden: INDUSTRIE.camp

Aktuell sind zirka 40 Impulsgeber angemeldet. Chefs und Mitarbeiter aus Maschinenbau- und Technologie-Firmen. Professoren, Beschäftigte und Studenten aus Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Mann und Frau. Jung und jung geblieben. Unterschiedlichste Disziplinen. Was sie vereint ist, gemeinsam gestalten und ins Gespräch kommen zu wollen.

Wir haben Platz, Material und auch der Caterer ist vorgewarnt: Melde Dich noch spontan an (und erzähle es gern auch noch weiter).

Der größte Unterschied vom INDUSTRIEcamp zu einem Fachkongress

Das INDUSTRIEcamp dient dem interdisziplinären Erfahrungsaustausch, als Pitch-Bühne für Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Teilnehmer sowie der Arbeit an gemeinsamen Themen in kleinen Gruppen. Darin liegt auch der größte Vorteil gegenüber konventionellen Fachkongressen: Hier geht es um Dich und Deine konkreten Fragestellungen. Du hast Experten vor Ort, die Dir Deine Fragen beantworten und mit denen Du Deine Ideen diskutieren und weiterentwickeln kannst.

Es ist also keine Veranstaltung, wo man hingeht und im Anschluss erst überlegen muss, was man mit dem gewonnenen Informationen (hoffentlich) anfangen könnte. Beim INDUSTRIEcamp wird Tacheles geredet und sich tatkräftig gegenseitig unterstützt – für alle Themen rund um Forschung und Entwicklung. Insofern wird das INDUSTRIEcamp zu einem Reallabor und zur Weiterbildung.

Wie gelingt genau dies? Was ist das Besondere?

Durch das Veranstaltungsformat und die Kultur, die wir damit leben:

Die Idee des INDUSTRIEcamp basiert auf dem Format eines BarCamps, also einer sich weitgehend selbst organisierenden „Mitmach-Konferenz“. Alle Teilnehmer sind eingeladen, ihre Themen und Inhalte zu Beginn der (Un)Konferenz vorzuschlagen und damit das Programm aktiv zu gestalten. Ob Teamwork in Arbeitsgruppen, Erfahrungsaustausch, Impulsvortrag mit Diskussion oder eine kollegiale Beratung in kleiner Runde bei Tee & Kaffee – alles ist willkommen.

Konkreter ausgedrückt: Wir stellen die Arbeitsräume inklusive Ausstattung — die Teilgeber füllen sie mit Inhalten und Aktion: mit wenigen Folien eine Diskussion anfachen, das Flipchart vollmalen, mit stattys Ideen-Cluster bilden, Prototypen auf Herz und Nieren prüfen oder sich gegenseitig auf neue Ideen und Sichtweisen bringen. Alles, worauf es ankommt, ist: sei bereit, zu teilen und zu lernen.

Darüber hinaus gibt es genügend Raum und Möglichkeiten, dass sich alle auch außerhalb von Sessions austauschen, Ideen weiterspinnen und Kontakte knüpfen können.

Die Themen

Mit ihren Impulsen bestimmen die Teilgeber die Vielfalt. Wir vom Orga-Team laden vor allem Impulsgeber zu Themen rund um smarte Materialien, intelligente Produktionstechnologien, (energie-)effiziente Produkte in der Arbeitswelt von morgen ein. Hier erste Ideen:

  • Innovationen in der Elektrotechnik (z. B. elektrische Energiewandler-Maschinen/ Generatoren, Elektromotoren, Lithium-Ionen-Batterien, effizienzoptimierte Ansteuerungen, energieeffiziente Maschinen, integrierte Sensorik…)
  • Additive Fertigungsverfahren (z. B. Metall-3D-Druck, optische Komponenten, Multimaterialsysteme, Oberflächennachbearbeitung, verfahrensgerechte Auslegung und Designoptimierung…)
  • Innovativer Leichtbau (z. B. hybride Multimaterialverbunde, CFK, Druckguss, neuartige Fügeverfahren, Oberflächenbehandlung, Topologieoptimierung…)
  • Digitalisierung in der Industrie (z. B. vernetzte Produktion, Industrie 4.0, Daten- und Netzwerksicherheit…)
  • Trends in der industriellen Entwicklung und Fertigung (z. B. Verfahren und Materialien für die additive Fertigung, Digitalisierung, LEAN, agile Methoden…)
  • Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft (Innovationen & Geschäftsmodell-Entwicklung insbesondere disruptive, digitale Geschäftsmodelle und Industrie 4.0 sowie selbstgesteuerte Organisation zum Umgang mit VUKA, agiles Management…)

Wie vorbereiten auf den Session-Pitch?

Wir starten mit einem gemeinsamen Mittagessen. Damit wir alle zur Ruhe und ankommen können.

Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung lernen wir uns gegenseitig besser kennen. Dann ist es leichter, miteinander in Kontakt zu kommen und Vertrauen auf- / auszubauen.

Mit der sich daran anschließenden Programm-Planung sind die Teilnehmer eingeladen, ihre Session-Ideen vorzustellen (zirka 1 min pro Pitch). Geplant sind 4 × 6 = 24 Sessions. Das sind rund 10 Teilnehmer pro Session. Jede Session dauert 45 Minuten.

Die beste Vorbereitung auf die Session-Planung ist, Dir über Deine konkreten Themen und Fragen Klarheit zu verschaffen:

  • Was beschäftigt Dich im Tagesgeschäft?
  • Wofür suchst Du eine Lösung?
  • Welche Forschungsergebnisse oder Prototypen möchtest Du von der Gruppe kritisch prüfen und weiterentwickeln lassen?
  • Was ist in vergangenen Forschungs- & Entwicklungsprojekten schief gelaufen — und was hast Du / habt Ihr daraus gelernt?
  • Du wünschst Mitstreiter und / oder neue Kollegen für ein Forschungsvorhaben?

Bringen sich alle fragend wie wissend in die Sessions ein, entsteht dieses ganz besondere BarCamp-Feeling, das weltweit immer mehr Menschen ansteckt. Und das die nachhaltige Wirkung dieser Art von Veranstaltungen entfaltet.

Wie geht es danach weiter?

Das INDUSTRIEcamp ist ein Baustein in der Förderung des Technologie-Transfers zwischen Theorie und Praxis der Region. Wir werden mit einer Dokumentation der INDUSTRIEcamp-Ergebnisse sowie weiteren Angeboten, die wir mit der Community gemeinsam entwickeln wollen, die Aktionen und Projekte der Beteiligten unterstützen. Zudem tragen wir dazu aktiv bei, die Ideen auch über die Kreise der Teilhaber hinaus in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Anregungen, Vorschläge und Wünsche sind mir herzlich willkommen.

Bist Du dabei? Dann bitte hier entlang: INDUSTRIE.camp

Bleib neugierig,

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