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Sechzehn Mal: Es war ein tolles Jahr 2014 \o/

29.12.2014 – Ein Jahr auf dem Drahtseil, das aufregender nicht hätte sein können. Das war 2014 für mich. Unglaublich aber wahr: Ich bin ruhiger geworden. Ich scheine doch noch den Kniff mit der Gelassenheit zu lernen. Gleichzeitig war ich umtriebiger denn je, darin fokussierter und konsequenter im Handeln. Ich habe mehr Ideen als je zuvor auf die Straße gebracht, das Fundament für ein tragfähigeres Geschäftsmodell und belastbarere Partnerschaften aufbauen können. Das Schönste jedoch waren die vielen inspirierenden Gespräche mit außergewöhnlichen Menschen. Und so schöpfe ich großes Vertrauen in die Zukunft.

Das größte Vorhaben?

Die Welt verändern.

Nein, kleiner geht’s nicht. Ich wünsche mir, dass die Menschen, die heute schon mit Freude arbeiten und leben in der Öffentlichkeit Gehör und Wertschätzung erfahren. Ich möchte ihnen Stimme und für sie Rückenwind sein. Dass wir gemeinsam Menschen begeistern und mit unseren Ideen anstecken, die auch aus dem Hamsterrad aussteigen und ihr Leben in die Hand nehmen wollen. Dass wir all jene wachrütteln, die den Glauben an eine sinnvolle und wertschätzende Lebensaufgabe verloren haben. Ihnen wieder Hoffnung und Mut machen. Wir so Stück für Stück die Lebensqualität aller verbessern.

Die meiste Zeit verbracht mit …?

… der Frage, wie dieses Unterfangen gelingt. Wie ich dieses komplexe, ungewisse Vorhaben vereinfachen, in kleine Teile aufteilen und so erfolgreich umsetzen kann. Garniert mit einer großen Portion Gelassenheit und dem nötigen Glück.

Hier meine aktuelle Antwort:

Quelle: © 2014 · Filmische Dokumentation “EnjoyWorkCamp 2014 Stuttgart“ [ Lizenz: cc-by-sa-nd madiko ]

Die gefährlichste Unternehmung?

Eng mit Antworten eins und zwei verbunden ist das Wagnis, voll und ganz auf mein neues Geschäftsmodell zu setzen. Mich einzulassen auf ein Thema, das viele bewegt, das jedoch vielen schwerfällt. Überzeugungsarbeit und Pionierarbeit gleichermaßen zu leisten.

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, das mich mit innerer Ruhe wie Unruhe gleichermaßen konfrontiert. Einem tiefen Bewusstsein meiner Intuition des “alles richtig”. Und doch auch dem Wissen um die große Herausforderung, die diesem Vorhaben innewohnt. Ein Unternehmen, das mir Mut vor der eigenen Courage abfordert. Das mich wirtschaftlich an die Grenzen der Zumutbarkeit und doch zum größten Potenzial für die Zukunft führt.

Ich freue mich außerordentlich, dafür in 2014 viele Mitstreiter und Unterstützer gefunden zu haben. Danke!


Foto: Tilo Hensel im Rahmen vom EnjoyWorkCamp Stuttgart 2014

Die teuerste Anschaffung?

Meine Canon EOS 5D Mark III. Lieb und teuer ist sie mir auf vielerlei Weise. Denn sie ist mir: Fokusschärferin. Aufmerksamkeitshilfe. Geschichtenerzählerin. Zuhörerin. Protokollantin. Zukunftseroberin. Gelassenheitsstärkerin. Kurzum: Motiv wählen. Fokussieren. Abdrücken. Entwickeln. Passt!

Ach, noch besser kommt das im Englischen so rüber:

Das leckerste Essen?

Meine diesjährige “Bio-Kiste”. Denn mein Bio-Obst und -Gemüse wurde 2014 finanziert von zwei wunderbaren Menschen, die ich sehr ins Herz geschlossen habe. Außerdem war ihre Idee, mein Crowdfunding auf diese Weise zu unterstützen, einfach genial. Vielen herzlichen Dank <3

Das beeindruckendste Buch?

Das Buch, das mein Leben 2014 am stärksten beeinflusst hat, war Dein Preis von Gebhard Borck. Nicht nur, dass es mir Schubs war, mich noch einmal intensiv mit dem Thema Wertorientierter Vertrieb auseinanderzusetzen. Es ist viel mehr als ein Taschenbuch. Es ist eine ganze Serie von Ereignissen, die sich um diesen pragmatischen Ratgeber entwickelten. Und nächstes Jahr geht es mit dem sich aus der Zusammenarbeit mit Gebhard entwickelten Projekt WertVerträge noch weiter. Man könnte sagen, Gebhard und ich starten 2015 erst richtig durch … Sehr schön!

Quelle: © CC-BY-SA Live-Mitschnitt des Impulsvortrags von Gebhard Borck im Rahmen des PM Camp Stuttgart am 10. Mai 2014 an der Hochschule der Medien. [PM Camp Stuttgart / Hochschule der Medien / madiko]

Darüber hinaus ist der Berg Fachbücher, der sich auf meinem Schreibtisch türmt, eher gewachsen denn kleiner geworden. Obwohl sehr spannende Bücher dabei sind, 2014 war einfach das Jahr der Fach-Blogs.

Mal schauen, wie sich das in 2015 entwickelt. Ich verspüre einen großen Drang, wieder verstärkt selbst zu reflektieren. Ich sehne mich nach dem Aufarbeiten der eigenen Gedanken und Ideen, um die vielen Eindrücke der vergangenen Monate zu verarbeiten. Mein Kopf ist voll davon. Mein Bauch sagt: Es ist an der Zeit. Mit Herz und flinken Händen will ich mir diese Erfahrungen noch besser zu eigen machen, um sie Dir liebe Leserin, lieber Leser weitergeben zu können. Daher habe ich mir drei Buch- bzw. genau genommen Multimedia-Projekte als Herausgeberin für 2015 vorgenommen. Mal sehen, was also aus meinem Ungelesen-Stapel wird…

Apropos Blogs. Bildung ist ja mehr als nur Fachwissen, daher sollen hier Bücher, die ich 2014 mit viel Leselust gelesen habe, ebenso Erwähnung finden:

Da wäre Marmelade im Zonenrandgebiet von Maximilian Buddenbohm. Ich hatte mir im Herbst die gesammelten Werke von ihm gegönnt. Das (chronologisch) zweite aus der losen Reihe war überraschenderweise das Buch, das mich im Nachhinein betrachtet am meisten beeindruckt hat. Nicht nur des Buches selbst wegen – vielmehr als Hintergrundwissen mit dem ich heute die Herzdamengeschichten mit noch mehr Vergnügen lese (falls das überhaupt geht). So richtig toll ist dann Das Rosinenbrötchen oder Es ist alles nur eine Phase. Quasi der Beginn einer Familiensaga. Also los los, alles lesen. Lohnt sich. Wirklich!

Zum Zweiten fällt mir The Cuckoo’s Calling ein. Meine Sommerlektüre, als ich im August am Osiander nicht vorbei gehen konnte, ich gestehe. “Der Ruf des Kuckucks” ist eine dieser Detektiv-Geschichten, die man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ohne Blutrunst. Ohne Schnickschnack. Ohne Nachschlagewerk für Pathologie neben dem Bett. Vielmehr wunderbar unperfekte Charaktere, die menschlich und dadurch hoch interessant sind.

Hier durfte ich mitdenken und mitrecherchieren, werde als Leserin nicht unbedarft und unwissend gelassen. Auf Augenhöhe mit dem Autor also. Ich habe das Ende wissen können und mich doch von den Hinweisen fehl leiten lassen. Nah dran an der Lösung des Falls – und doch daneben getippt. Es ist das erste Buch, das eine Serie werden könnte. Von Robert Galbraith, also eigentlich von J. K. Rawling. Und das ist mir eine Referenz für wunderbaren british-english style of writing. Kurzum zwei Tage vergnüglicher Sommerurlaub auf Balkonien 2014. Natürlich auch im Winter eine herrliche Lektüre. Doch da könnte man ja auch schon zum nächsten Werk greifen: The Silkworm.

Der ergreifendste Film?

Das ist gar nicht so einfach, denn als leidenschaftlicher Filmfan habe ich zahlreiche Filme angeschaut. Jetzt, da ich mich selbst dem Metier der Filmkunst professionell widme, schaue ich mir Filme noch einmal mit ganz anderen Augen an.

In den Landschaftsaufnahmen (Kamera), technisch (Animationen) und vom Soundtrack (Musik + Sound) fand ich die Triologie The Hobbit genial. Mein absoluter Favorit war Smaug, der Drache. Redaktion, Stimme (sowohl im Original als auch die deutsche Synchronstimme), Animation, Zusammenspiel mit den real gedrehten Kamerabildern – das war einfach perfekt! Nett finde ich auch, dass mir die Hauptfiguren immer sehr sympathisch und die Bösewichter entsprechend unsympathisch sind. Ganz normal im Mainstream zu sein hat auch was Schönes.

Quelle: © 2014 Smaug and Bilbo in “The Hobbit – The Desolation of Smaug” (hochgeladen von Lubin Laurent)

Quelle: © 2013 The Hobbit: The Desolation of Smaug – Cast Interviews: Smaug via Warner Brothers UK

Quelle: © 2013 The Hobbit: The Desolation of Smaug – Conversations With Smaug via Warner Brothers UK


Auf ganz andere Weise hat mich Der Junge Siyar („Before Snowfall“) beeindruckt. Er war mir Anlass, mich mit meiner eigenen Familiengeschichte und meiner (Landes)Kultur auseinander zu setzen. In der NO-Pegida-Diskussion und im Zusammenhang mit den “Fragen zur Kultur des Abendlandes” aktueller denn je.


Quelle: © 2014 Der Junge Siyar von Dualfilm Verleih GmbH.

Das schönste Open Air Event?

Da müssen auch zwei genannt werden. Ganz klar.
Das war der Tweed Run Stuttgart und

… das Stauferfestival.

Das schönste Konzert?

Mit Feuereifer hatte ich mich im Februar ins Üben gestürzt. Wann hat ein Laienmusiker schon die Gelegenheit, Mahlers Zweite zu spielen! Ein grandioses Stück. Da wollte ich natürlich dabei sein. Leider kam mir das Leben dazwischen: Auf dem Weg zum PM Camp Zürich verletzte ich mich so sehr, dass ich wieder einmal über einen längeren Zeitraum nicht laufen konnte. Pech! So fehlte ich an entscheidenden Proben und musste aus dem Programm aussteigen. Nun, in jedem Unglück steckt Glück gleichermaßen. Und so kam ich in den Genuss zweier erstklassiger Konzerte :

2014 zum ersten Mal getan?

Nachdem ich in der Vergangenheit stets diejenige gewesen bin, die andere interviewt hat, war ich in diesem Jahr häufiger als in der Vergangenheit selbst zu Interviews eingeladen. Das novum für mich: Podcasting und Livestreaming.

Im (Web)Radio oder auch Livestreaming (bzw. anschließend online) zu sein, war durchaus aufregend. Doch wenn man einmal auf den Geschmack gekommen ist, dann macht das richtig Freude. In 2015: Gern mehr davon, wer mag ;-)

2014 nach langer Zeit wieder getan?


© 2014 Stuttgarter Ballett 2014 – Junge Choreographen “Second Self(ie)”. Foto: Ulrich Beuttenmüller

Seit einer kleinen Ewigkeit war ich dieses Jahr wieder im Ballett. Eine gute Bekannte hatte mich im Juli eingeladen zu Junge Choreographen im Schauspiel Stuttgart. Vor ausverkauftem Haus zeigten die Nachwuchstalente, wie abwechslungsreich, tiefsinnig, humorvoll, elegant, extravagant und anspruchsvoll Tanz sein kann. Wir haben schon gesagt: Für nächstes Jahr sind wir wieder verabredet ;-)


Foto: Lars Hilscher

Zudem war ich endlich wieder im Sprechtheater. Auch in diesem Fall eine persönliche Einladung von einem außergewöhnlichen jungen Mann, den ich in diesem Jahr kennenlernen durfte. Kennengelernt bei einem Blogger-Kollegen übrigens. Sehr nett! Womit mal wieder der Beweis angetreten war, dass ich das Veranstaltungsangebot der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart viel öfter nutzen sollte. Da schlummern zahlreiche verborgene Talente.

Die wichtigste Sache, die ich dieses Jahr gelernt habe?

Gelassenheit. Dafür habe ich (endlich) auch ein Symbol mit außerordentlicher Kraft für den pragmatischen Alltag gefunden:

Die schönste Zeit verbracht mit …?

… ganz tollen Menschen, am liebsten beim Wandern / Spazieren oder einem gemeinsamen Mittagessen. Aber auch zahlreiche Telefonate und Skype-Konferenzen ließen uns fast mühelos geografische Entfernungen überbrücken und so erkennen, dass wir uns im Herzen und in den Werten oft ganz nah sind. Vielen Dank für die Gespräche, Eure Offenheit und Euer bereitwilliges Teilhaben und Teilhaben lassen. Ich habe so viel mit und von Euch gelernt.

Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen, besonderes Highlight war für mich in diesem Zusammenhang das EnjoyWorkCamp im November. Es war sozusagen die geballte Ladung “inspirerende Zeit” mit Euch. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung auf allen Ebenen im nächsten Jahr.

Vorherrschendes Gefühl 2014?

Aufbruchstimmung und Ankommen. Zuhören und Gehört-werden. Für mich kein Widerspruch.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Das waren in diesem Jahr ganz viele. Vor allem von meinen Freunden, die mir im richtigen Moment Mut gemacht, mich ideell wie finanziell unterstützt und mich auch mal kräftig in Arm genommen haben. Euch allen einen besonders herzlichen Dank!

2014 war mit einem Satz …?

Leben und Arbeiten auf dem Drahtseil:
Riskant und außergewöhnlich zugleich.



Ich danke Kiki von e13, die mich mit ihrem 2014 zu dieser Form des Jahresrückblicks inspiriert hat.

Bleibt neugierig,


Fotos, Videos und Grafiken: sofern nicht anders genannt © Franziska Köppe | madiko.

Dieser Artikel wurde verschlagwortet mit: Jahresrückblick, Arbeitswelten, Lebenswelten, Sinn, Vorhaben, Unternehmen, EnjoyWorkCamp, Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft, Essen, Bücher, Film, Open Air Event, Konzert, Theater, Ballett, Gelassenheit, Gehspräche, Aufbruch, Ankommen, 2014



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