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Systemisch Denken, Identifizieren, gemeinsam Handeln

Aus der Werkstatt: Meine Führungsprinzipien

veröffentlicht: 26.05.2014 · Franziska Köppe | madiko
aktualisiert: 23.06.2020 · Franziska Köppe | madiko

Als Gemeinwohl-Unternehmerin und Wissensarbeiterin beschäftige ich mich mit der Frage, wie die Lebens- und Arbeitsbedingungen im deutschsprachigen Raum verbessert werden können. An welchen Faktoren erkenne ich Veränderungen? Erhöht sich die Lebensqualität? Sinkt sie? Ich werde aktiv in den Bereichen, die ich beeinflussen kann. Und natürlich denke ich darüber nach, wie ich Menschen so für das Thema begeistern kann, dass sie nicht nur gemeinsam mit mir diskutieren – sondern sich lebhaft einbringen. Hier meine drei wichtigsten Führungsprinzipien zu Lebens- und Arbeitswelten mit Zukunft.

Foto: Sketchnotes: Führungsprinzipien
Franziska Köppe | madiko

Die Zukunft voller Tatendrang zu gestalten und die Herausforderungen unserer Zeit zu lösen – dafür braucht es Gestaltungswillen und eine großzügige Portion Anfängergeist. Kooperatives und wohlwollendes Miteinander, Natur erhalten, Gemeinwohl so fördern, dass Wirtschaft nicht nur die Grundbedürfnisse stillt, sondern die Lebensqualität erhöht. Das hat für mich nichts mit Gutmenschentum zu tun.

Das Spiel der Kräfte ist nur ausgeglichen, wenn Mensch, Kultur, Unternehmertum und Umwelt als ganzheitlicher Organismus erfasst wird. Wenn ich mich als Teil dieses Systems begreife. Wenn ich mitgestalten – mitentscheiden und umsetzen – kann. Dann kommt noch die Komponente Zeit hinzu. Mein Traum: Auch die Enkel unserer Urenkel sollen in einem lebendigen Umfeld aufwachsen und Neues erschaffen können. Zusammengefasst sprechen wir von Nachhaltigkeit.

Es liegt dabei in der Natur der Sache, dass ich keine Weisungsbefugnis für meine Mitmenschen habe. Wie ich lebe und arbeite – darüber wollen wir selbstbestimmt entscheiden. Oberlehrer und Missionare lösen Gegenwehr hinaus. Niemand möchte sich bevormunden lassen. Aus meiner Erfahrung weiß ich: Es geht anders!

Aus den Gesprächen mit Menschen aus meinem Netzwerk und Reflexion über mein eigenes Führungsverhalten ist eine Grundüberzeugung in mir gereift:

Was du mir sagst, das vergesse ich.
Was Du mir zeigst, daran erinnere ich mich.
Was Du mich tun lässt, das verstehe ich.

Konfuzius

[551 – 479 v. Chr.]

Ich ergänze eine vierte Zeile:

Beteilige mich, und ich werde es tun!

Franziska Köppe

madiko

Erfolgreich Führen

Für eine positive Wahrnehmung einer Führungskraft sind aus meiner Sicht folgende Faktoren ausschlaggebend:

  • Ich erfasse das Gesamtsystem und erkenne: Ich bin ein Teil davon – möglicherweise ein Teil des Problems, in jedem Fall jedoch ein Teil der Lösung.
  • Bin ich mir meines Anteils bewusst, identifiziere ich mich mit diesem System. Ich bin aufgeschlossen, sinngekoppelt.
  • Aus dieser kognitiv-emotionalen Grundeinstellung und einem hohen Grad Sinnkopplung folgt das Handeln. Ich nehme aktiv teil und gestalte.

Erfolgreich Führen heißt, zu Reflektieren und professionell-intuitiv zu handeln. Der Wert meines Führens entsteht gemeinsam mit anderen. Führen ist daher auch unabhängig von Hierarchie und formaler Macht. Je nach Situation wirken meine Handlungskompetenzen: Fachwissen, Methoden-Baukasten, soziale und emotionale Intelligenz sowie meine Fähigkeit zur Reflexion.

Sketchnotes: Individueller Wert und Handlungskompetenzen <br>Grundlagen Sinnvoll Wirtschaften / Denkwerkzeuge / WertVerträge. Bild: cc Franziska Köppe | madiko

Sketchnotes: Individueller Wert und Handlungskompetenzen
Grundlagen Sinnvoll Wirtschaften / Denkwerkzeuge / WertVerträge
[ 2018-07 Franziska Köppe | madiko ]

Mein (Nicht)Tun ist dabei beeinflusst von meinen Grundwerten und Grundeinstellungen. Ich bin lebendig. Ich gehe achtsam mit mir und meinen Mitmenschen um. Daraus leite ich drei Erfolgsfaktoren für meinen ganz persönlichen Führungsstil ab:

Sketchnotes: Führungsprinzipien. Bild: copy Franziska Köppe | madiko

Sketchnotes: Führungsprinzipien
[ 2014-05 Franziska Köppe | madiko ]

Systemisch denken & Sichtbarkeit geben

Ich gebe dem übergeordneten System und den Akteuren des Systems Sichtbarkeit. Welches das relevante System ist und wer die Handelnden, entscheide ich aus der Situation heraus. Je klarer ich es gemeinsam mit den Mitstreitern – sei es ein einzelner Kunde oder ein Projekt-Team mit Personen aus unterschiedlichsten Lebens- und Arbeitsbereichen – abgrenzen kann, desto höher mein Wert als Führungskraft. Eine sehr gute Orientierungshilfe ist mir dabei das Denkwerkzeug DNA der Organisation, die angewandte Version der Firmen-DNA von Gebhard Borck auf Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft.

Weiter gefasst ist es der gesellschaftliche Wert und die Wirkung, die wir in der Welt – auf der Erde – mit unserem (Nicht)Tun hinterlassen. Auch hier gilt es als Führungskraft das große Ganze zu erfassen und gemeinsam mit den Beteiligten den eigenen Beitrag herauszuarbeiten. Ich nenne dies ökosystemares Denken und Handeln. Meine persönliche Stärke liegt hier in einem multiperspektivischen-generalistischen Blick, den ich über das Zusammenstellen diverser Teams und Impulsgeber in meiner Arbeit verstärke, um allen Schwarmintelligenz zu ermöglichen.

Gelingt mir die Definition des Systems – mithin der Kontext – und darauf aufbauend das Formulieren des Vorhabens mit den Akteuren des Systems, entsteht eine Magnetwirkung. Ich schiebe nicht. Ich ziehe nicht. Menschen folgen meiner Führung aus freien Stücken – weil sie sinngekoppelt sind. Als Führungskraft hole ich sie weder ab noch nehme ich sie mit. Das wäre vermessen und oberlehrerhaft. Der Unterschied: Ich entscheide nicht für sie, sondern gemeinsam mit ihnen. Betrachte ich Führung als Katalysator für Transformation, gehe ich in die benötigte Rolle: Mentorin, Coach, (praktische) Philosophin, Mitstreiterin, Intendantin – und begleite auf dem eigenen Weg.

Die größte Herausforderung für mich ist dabei, in meinen eigenen Werten und Haltungen klar zu sein – den Beteiligten jedoch die Freiheit zur Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit zu lassen. Dabei achte ich darauf, dass ich gute, teils provokante Fragen stelle – nicht jedoch die Antwort vorgebe. Systemisches Denken zu fördern, bedeutet oftmals, mich in Geduld zu üben. Jeder hat eine Vorstellung davon, was ihn betrifft – mal auf den ersten, mal auf den zweiten Blick. Die einzelnen Geschöpfe brauchen unterschiedlich viel Zeit, den eigenen Beitrag am Vorhaben zu erkennen und in die Tat umzusetzen. Die Gelassenheit, Menschen diesen Entwicklungsschritt selbst gehen und über ihr Tun frei entscheiden zu lassen, ist eine der größeren Herausforderungen in meiner Arbeit.

Wiedererkennen & Identifizieren

In den von mir umgesetzten Projekten und Initiativen versuche ich, das System und die sich mir daraus ergebenden Fragen so gut wie möglich und so offen wie nötig zu umreißen. Diejenigen, die sich aktiv einbringen, sind die Richtigen. Die Unentschlossenen können wir mit unserem Tun vielleicht packen.

Ich bin überzeugt, jeglicher Fortschritt wird nicht durch Gesetze oder kluge Reden ausgelöst – sondern durch aktive Menschen. Mit ihrem Tun zeigen sie Lösungen auf. Ideen, die andere dann bereitwillig aufgreifen, adaptieren und für sich neu interpretieren. Ich nenne es mein “Ampel-Prinzip der Wunschkunden oder Wunschpartner in Gemeinwohl-Projekten”:

Sinnkopplung: Ampel zum Grad der Zustimmung [ Gaußsche Normalverteilung] <br>Grundlagen Sinnvoll Wirtschaften / Konzepte . Bild: cc Franziska Köppe | madiko

Sinnkopplung: Ampel zum Grad der Zustimmung [ Gaußsche Normalverteilung]
Grundlagen Sinnvoll Wirtschaften / Konzepte
[ 2018-10 Franziska Köppe | madiko ]

Den “Grünen” gebe ich Sichtbarkeit in unseren Projekten und durch meine Tätigkeit als Wissensarbeiterin und Transformationskatalysatorin. Wir sind in unseren Grundeinstellungen sinngekoppelt. Ich vernetze sie untereinander – vermittle Kontakte. Wir kooperieren sinnvoll. Schätzen einander.

Den “Gelben” signalisiere ich Gesprächsbereitschaft – für strategische Beratung und Begleitung in ihren Projekten. Darüber hinaus biete ich offene und auf Wunsch individuelle Veranstaltungen an. Hier liegt der Schwerpunkt meines Führens im “Sichtbarmachen” von Alternativen. Für diejenigen, die das Bild des “Mitnehmens” noch nicht so ganz loslassen können, könnte man es so interpretieren: Es sind die Haltestellen auf meiner Reise des Verstehens und Erfahrens an denen sie zusteigen können.

Den “Roten” werde ich es nie Recht machen können. Es sind möglicherweise auch diejenigen, die viel reden – jedoch nichts auf die Straße bringen. Sie sind sinnentkoppelt. Ich respektiere ihre Meinung. Mir ist klar, dass ich sie nicht überzeugen werde. Zum Jagen tragen kann ich sie auch nicht. Und das ist in Ordnung so. Das gehört zur Vielfalt und einer freiheitlich-aufgeklärt-humanistischen Gesellschaft dazu, auch wenn es nicht immer leicht ist, das zu akzeptieren.

Aktiv Mitgestalten & ins Handeln kommen

Damit bin ich beim Dritten Element für meine wichtigsten Führungsprinzipien: Ins Handeln kommen. Menschen werden aktiv, wenn sie die Freiheit zur Meinungsbildung und zum Gestalten haben. Führen heißt für mich in diesem Zusammenhang auch, selbst voranzuschreiten, nicht auf andere zu warten. Ins Handeln zu kommen.Vorleben, experimentieren und meinen eigenen Beitrag zum Gemeinwohl leisten.

Für Initiativen und Projekte – egal welcher Größe – heißt das zum Beispiel, …

  • Thema, Raum und Zeit als Rahmen zu setzen.
  • miteinander ins Gespräch kommen. Fragen aufzuwerfen.
  • mit eigenen Impulsen einen Beitrag zum positiven Diskurs anzuzetteln.
  • schrittweise Ideen gemeinsam umzusetzen und dabei sinnvoll zu kooperieren.

Letzteres erreiche ich, wenn jede:r den Wert erkennt, den sie:er zum Gesamtvorhaben einbringen will. Und wenn ich ihr:ihm den Raum geben kann in dem sie:er bereit ist, diesen Beitrag zu leisten. Es obliegt dabei in ihrer:seiner Verantwortung, auf ihr:sein (bedingungsloses) Grundeinkommen sowie die für die Leistungserbringung notwendigen Mittel selbst zu achten. Wir nennen es daher auch WertVerträge schließen. Wie das geht – dafür stehe ich wiederum gern mit Rat und Tat zur Seite.

WertVerträge: Ablauf & Vorgehensweisen <br>Sinnvoll Wirtschaften: Denkwerkzeuge <br>Sketchnotes. Bild: cc Franziska Köppe | madiko

WertVerträge: Ablauf & Vorgehensweisen
Sinnvoll Wirtschaften: Denkwerkzeuge
Sketchnotes
[ Franziska Köppe | madiko ]

Der Dreiklang

Alle drei genannten Elemente bedingen sich gegenseitig. Aus ihnen heraus wächst der Wert meiner Führungsqualität. Dieser Wert manifestiert sich seitens meiner Mitstreiter und Kunden in den Einstellungen, Einschätzungen und Haltungen zu meiner Arbeit. Dieser Wert wird zwar häufig durch rationale Faktoren belegt. Festigen wird er sich jedoch über positive Erlebnisse und emotionale Verbundenheit. Für mich und mein Engagement im Thema “Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft” äußert sich das darin, wenn Menschen

  • mir Rückmeldung geben, wie sich ihr Arbeitsleben durch die Zusammenarbeit mit mir zum Positiven verändert hat.
  • stolz darauf sind, was sie erreicht haben.
  • bereitwillig und voller Freude Teil der Initiative EnjoyWork werden.
  • sich aktiv mit Blogbeiträgen und finanziell in die Plattform-Kooperative einbringen.
  • anderen mit einer entspannten, wohlwollenden Weise begegnen – mein Führungsstil also ein wenig auf sie abfärbt.

Meine Motivation, diese “Spielwiese” für die Akteure aufzubauen, ist das Strahlen in ihren Augen. Es ist ein schönes Gefühl, wenn mich Kunden anrufen “Es hat geklappt!” und sie mir von ihren Erfolgen erzählen. Es ist genial, wenn Mitstreiter:innen mit Haut und Haar das Gespür für die Kraft einer mit Freude ausgeführten Tätigkeit entwickeln. Es trägt mich durch die harte Arbeit in der Vorbereitung von Veranstaltungen, Menschen zu erleben, die anfangen nachzudenken. Sie ein Stück des Weges zu begleiten und im Verlauf der Zeit zu erkennen, wie sie sich weiterentwickeln – das ist einfach großartig.

Ich danke Bernd Geropp für den Impuls zu diesem Blogbeitrag. Mit seiner Blogparade Die 3 wichtigsten Führungsprinzipien! hat er mich und viele, sehr spannende Akteure eingeladen, unsere Prinzipien für Führung zusammenzufassen. Die Beiträge sind wunderbar vielfältig und allesamt sehr lesenswert – auch heute noch, da ich diesen Blogbeitrag aus aktuellem Anlass aus dem Archiv (Mai 2014) gefischt, abgestaubt und auf den neuesten Stand gebracht habe.

Ich wünsche viel Spaß beim weiteren Stöbern!
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Weitere Beiträge von madiko zu Führung
in Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft

Wert und Wirkung gesellschaftlicher Innovationen: Umsetzen in der Praxis
Wert und Wirkung gesellschaftlicher Innovationen: Umsetzen in der Praxis

Die Interaktion mit der Welt als System aus Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft ist hoch komplex und mehrdeutig. Sie scheint sich vor unseren Augen ständig neu zusammenzusetzen, fragil und unberechenbar zu sein. Naturwissenschaften ermöglichen uns, Ursache-Wirkungs-Beziehungen herzustellen. Die Medizin baut auf nachweisbare Wirkung ihrer Maßnahmen, bevor sie allgemein zugelassen werden. Doch wie setzen wir dies für gesellschaftliche Innovationen um? Welche Handlungskompetenzen brauchen wir in unseren Firmen, damit systemisches Denken Teil der DNA der Organisation wird? Im 2. Teil meines Gesprächs mit Dr. Gorgi Krlev gehen wir den Fragen nach, wie genau das gelingen kann und unsere Firmen dafür sattelfest machen.

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2019-09-18

Wert und Wirkung gesellschaftlicher Innovationen: Grundlagen und Nutzen
Wert und Wirkung gesellschaftlicher Innovationen: Grundlagen und Nutzen

Ist die Welt nicht zu komplex, zu unvorhersehbar und ungewiss, um eine Wirkungsmessung insbesondere in sozialen Fragen sinnvoll umzusetzen? Brauchen wir das überhaupt? Muss ein “Weltretten” nicht auch altruistisch realisierbar sein? Im Gespräch mit Dr. Gorgi Krlev erkunden wir die Grundlagen sowie den Nutzen gesellschaftlicher Innovationen inklusive ihrer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Wir beide erkannten in unserer Arbeit: Die Zahl der Menschen, die ihren Beitrag leisten wollen, steigt. Doch ist das, was wir tun, das Richtige? Ist es genug? Wie können wir das wissen? Sprich: Wie messen wir Social Impact valide, aber praktikabel?

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2019-09-17

Ziele für nachhaltige Entwicklung
Ziele für nachhaltige Entwicklung

Die Weltgemeinschaft verabschiedete unter dem Dach der Vereinten Nationen im September 2015 die Agenda 2030. Darin verpflichten sich die 193 Staaten zu 17 globalen Zielen für eine bessere Zukunft aller. Leitbild der “Sustainable Development Goals” (SDGs) ist es, weltweit ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft zu bewahren. Erreicht werden sollen die Ziele bis 2030. Die Verantwortung für die ökologischen, sozialen und ökonomischen Aspekte tragen alle Akteure: Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft – jeder einzelne Mensch. Wir alle.

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2019-07-25

Sozialunternehmen in Deutschland
Sozialunternehmen in Deutschland

Sozialunternehmer*innen erreichen soziale und / oder ökologische Anliegen unter Anwendung des erwerbswirtschaftlichen Prinzips eines Unternehmens. Alles nur Romantik von unverbesserlichen Weltverbesserern? Weit gefehlt! Nicht nur, dass ihre Innovationen Leben und Arbeiten der Menschen in und mit der Natur verbessern, oftmals sind sie erfindungsreicher und am Markt erfolgreicher als konventionelle Unternehmensgründer. Ihr Erfolg zeigt: Gemeinwohl und Wirtschaftlichkeit stehen keineswegs im Widerspruch. Mehr noch: Werden die Prinzipien systematisch angewendet und praktiziert, entsteht ein Milliarden-Potenzial.

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2019-07-08

Der Stoff, aus dem Unternehmergeschichten sind
Der Stoff, aus dem Unternehmergeschichten sind

Wie führen wir mit Sinn? Mit Menschen in den Dialog gehen und sie einladen, mitreden zu können, setzt voraus, dass ich eine Sprache spreche, die sie verstehen, sich gewertschätzt und lebendig fühlen. Dies wiederum ist Voraussetzung für eigenverantwortliches, unternehmerisches Handeln. Mit Dr. Karin Thier diskutiere ich über Resonanz-Narrative für Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft. Wir beschäftigen uns mit Alternativen zum allgegenwärtigen Heldenepos und klären, warum diese Erzählformen in der Postwachstumsökonomie und für nachhaltiges, sinnvolles Wirtschaften besser geeignet sind. Wir legen Euch damit die wissenschaftliche Grundlage, Euch mit dem professionellen Geschichtenerzählen im unternehmerischen Kontext auseinanderzusetzen.

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2019-07-02

Wie trainineren wir unseren Entscheidungsmuskel?
Wie trainineren wir unseren Entscheidungsmuskel?

Götz Müller hat mich sehr intensiv zu unternehmerischen Entscheidungen befragt. Wir sprechen unter anderem darüber, was Menschen darin unterstützt, kluge unternehmerische Entscheidungen zu treffen und vom Beschluss ins Handeln zu kommen. Wir thematisieren, dass es nicht Nicht-Entscheidungen gibt. Wir thematisieren (vermeintliche) Fehlentscheidungen und wie wir damit im Betrieb umgehen. Wir tauschen uns in diesem Zusammenhang natürlich auch über Selbststeuerung vs. Fremdsteuerung aus und wie wir dafür einen sinnstiftenden Rahmen schaffen. Es ist recht theorethisch-analytisch geraten. Von daher wäre ich interessiert, wie nachvollziehbar Ihr unsere Gedanken empfindet und freue mich über den weiteren Austausch – idealerweise anhand von Praxisbeispielen.

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2019-03-13

Großwetterlage Führungskultur in Deutschland
Großwetterlage Führungskultur in Deutschland

Die Unternehmenskultur in Deutschland ändert sich. Vorbei die Zeit des Vordenkens und Anweisens, der Hierarchie und Planbarkeit. Führungskräfte stehen heute und zukünftig für prozess- und lösungsorientierte Ergebnisoffenheit, für Transparenz, Einfühlen und Kooperation. Die Kulturstudie zu “Gute Führung” der Initiative “Neue Qualität der Arbeit” zeigt Handlungsbedarf. Prof. Dr. Kruse: “Noch fehlt es dem Zukunftsbild zwar an konkreter Ausgestaltung. Aber die Datenlage zeigt deutlich, dass die Chancen für einen intensiven gemeinsamen Diskursprozess zur Neudefinition von „guter Führung“ groß sind.” Hier fasse ich die Ergebnisse noch einmal zusammen.

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2018-10-30

Veränderungsprozesse für Unternehmer
Veränderungsprozesse für Unternehmer

Kennst Du schon den Podcast für Lean-Interessierte “Kaizen 2 go”? Im Sommer lud mich Götz Müller ein. Ihm geht es um die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse und betrieblichen Abläufe. Wir unterhielten uns über Veränderungen für Unternehmer – sowohl auf der persönlichen als auch der unternehmerischen Ebene. Gemeinsam erforschten wir Fragen zu den Herausforderungen von Chefs in Transformationsprozessen. Wir suchten nach Typologien und Mustern von Mitarbeitern und Führungskräften. Wir diskutierten, wie unser Welt- und Menschenbild als Navigator dienen kann, situativ klug zu entscheiden und zu handeln.

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2018-10-16

Neue Autorität in Führung und Organisationsentwicklung
Neue Autorität in Führung und Organisationsentwicklung

Firmen sind nur überlebensfähig, werden sie von engagierten Menschen mit Leben gefüllt. Vertrauen, Sicherheit und Verbundenheit sind dafür unerlässlich. Aufbau von Druck mittels Kontrolle und Zwang verhindert jedoch Kreativität und Engagement, die es im Umgang mit unserer VUKA-Welt für den Erfolg braucht. Wie führt man also mit Sinn? Und was ist eigentlich dieses Neue an “horizontaler Autorität”?

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2017-12-19

Dies nur eine kleine Auswahl aus einer Reihe von Artikeln und Gesprächen zum Thema Führen. Beiträge, die nach diesem Artikel erscheinen findest Du in der madiko Zeitmaschine. Wenn Du magst, kannst Du dort auch weiter im Archiv stöbern ;-)


Ausblick & Flurfunk

In den noch folgenden Geschichten erfährst Du mehr über selbst­gesteuerte Firmen, über Nachhaltig­keit und sinnvoll Wirtschaften. Wir treten damit den Beweis an, dass es Alter­nati­ven zur konven­tionellen Betriebs­wirtschaft­(slehre) gibt — in der Praxis erprobt und fachlich fundiert.

Klingt interessant und Du möchtest auf dem Laufenden bleiben?
Bitte trage Dich in meinen Flurfunk ein und folge mir via Social Media.

Beiträge der Blogparade
“Die 3 wichtigsten Führungsprinzipien”
von Bernd Geropp

In der 52. Folge seines Podcasts “Mehr Führen — Führung auf den Punkt gebracht” geht Bernd Geropp auf seine eigenen drei wichtigsten Führungsprinzipien ein:

  • Klare Ziele
  • Die richtigen Werte
  • Gelassenheit

Er schreibt dazu:

Das, was ich an den hervorragenden Chefs schätzte war folgendes:

  • Sie haben klar Position bezogen. Sie haben sich begeistert für eine größere Sache oder sie haben sich für eine Idee eingesetzt. Sie waren kein Fähnchen im Wind. Sie haben Ziele, ja vielleicht sogar eine Vision gehabt, und die haben sie auch vermittelt.
  • Sie hatten klare Werte, vermittelten diese und ließen sich auch daran messen. Ein Wort ist ein Wort. Auf so jemanden konnte man sich verlassen. So jemandem konnte man vertrauen.
  • Was ich am Meisten bewundert habe ist aber die Gelassenheit, die diese Chefs an den Tag legten. Sie wussten, wann es sich lohnt zu kämpfen und wann nicht. Vielleicht lernt man das ja im Alter. Mir hätte es damals als Führungskraft gut getan, wenn ich es geschafft hätte, in manchen Situationen gelassener und damit souveräner zu reagieren.

Bernd Geropp

Quelle: “Führen auf den Punkt gebracht”. FPG052 – Die drei wichtigsten Führungsprinzipien!

Im Podcast greift er sich dann einzelne Aspekte verschiedener Artikel heraus und regt darüber hinaus an…

sich selbst ein Bild zu machen und in den Beiträgen zu schmökern.

Bernd Geropp

Quelle: “Führen auf den Punkt gebracht”. FPG052 – Die drei wichtigsten Führungsprinzipien!

Voilá! Da die Blogparade doch schon recht lange her ist (2014) habe ich mir die Mühe gemacht, sämtliche Beiträge erneut zu recherchieren. Ich finde großartig, dass ich fast alle Blogbeiträge wiederfand, sogar die umgezogenen. Das ist die gute alte Bloggerzunft. Und ich bin stolz ein Teil davon zu sein!

(Namen in alphabetischer Reihenfolge
Sofern die Links zum Blogbeitrag noch gültig sind, verlinke ich – dafür bitte auf den Namen klicken)

Andrea Windolph
  • Bleib in Deiner Rolle
  • Kommuniziere, rede, sei präsent
  • Sei gelassen

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Dr. Andreas Zeuch
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion
  • Vertrauen
  • Anfängergeist

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Barbara Simonsen
  • Sinn erzeugen
  • Komplexität handhaben
  • Lernraum ermöglichen

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Bernd Slaghuis
  • Klarheit – direkt führen
  • Wertschätzung – positiv führen
  • Vertrauen – gelassen führen

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Bettina Schöbitz
  • Imperfektion
  • Respekt und Wertschätzung
  • Grenzüberschreitung

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Christian Gursky
  • Ein Mitarbeiter sollte möglichst oft direkt mit Kunden arbeiten.
  • Ein Mitarbeiter sollte wissen, an welchen Kriterien seine Tätigkeiten gemessen werden.
  • Die Prozesse, die die Mitarbeiter durchführen, sollten selten verändert werden.

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Christine Paulus
  • Lust und Jagd auf mehr
  • Lust, Polaritäten zu gestalten
  • Lust, persönliche Integrität zu entwickeln

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Christoph Ziegler
  • Kommunikation
  • Vision
  • Weiterbildung

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Claudia Dieterle
  • Begeisterung
  • Einfühlungsvermögen
  • Fairness / Gerechtigkeit
Conny Dethloff
  • Weisheit
  • Mut
  • Besonnenheit

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David Kadiri
  • Entfaltungsmöglichkeiten
  • Vertrauen
  • Freundlichkeit

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Dominic Franck
  • Aufmerksamkeit
  • Vertrauen
  • Stringent sein
Dr. Eberhard Huber
  • Gelassenheit – Führung ist kein Schönwetter-Geschäft!
  • Entscheidungsbereitschaft
  • Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen

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E-Block Team
  • Vertrauen
  • Loben
  • Erfolg erkennen
  • Anerkennung im Fachbereich und delegieren

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Frank Feldhaus
  • Vision
  • Klarheit und Einfachheit
  • Wahrhaftigkeit

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Frank Widmayer
  • Regenerativität
  • Effizienz
  • Effektivität

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Gebhard Borck
  • Führen ist ein temporärer Zustand!
  • Führe nur die Menschen, die auch geführt werden wollen!
  • Ermögliche nomadische Führung!

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Gudrun Happich
  • Exzellente Chefs führen exzellente Teams
  • Die anderen dürfen anders sein
  • Fremde Potentiale machen erfolgreich

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Hans-Peter Zimmermann
  • Bewusst werden, wozu man in diesem Leben angetreten ist.
  • Mitarbeiter finden, die ebenfalls ihre Aufgabe auf diesem Planeten erfüllen möchten.
  • Jeder Konflikt muss auf obiger Basis analysiert und gelöst werden.

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Heike Lorenz
  • Führung durch Kreativität
  • Führung durch Selbstvertrauen
  • Führung durch Empathie

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Ivan Blatter
  • Schaffe Klarheit
  • Schaffe einen optimalen Rahmen
  • Beleohne keine “Busyness”

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Jan Fischbach
  • Sorge für klare Ziele
  • Führung wird immer wieder neu verhandelt
  • Sorge für ein angemessenes Verhältnis von Anspannung und Entspannung

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Kai Altenfelder
  • Entscheidungen treffen
  • Kommunikation
  • Verantwortung übernehmen

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Leo Faltin
  • Ein klares, attraktives Ziel vor sich haben
  • Initiative zeigen
  • Reflexion

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Manfred Ritschard
  • Verhaltensstandards gemeinsam erarbeiten
  • Verhaltensinstruktionen mit gegenseitigem Feedback
  • Verhaltensziele gemeinsam vereinbaren

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Marcus Raitner
  • Haltung
  • Vertrauen
  • Gelassenheit

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Maria Jähne
  • Werte
  • Gemeinsamkeiten schaffen
  • Flache Hierarchien

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Mario Egloff
  • Vertrauen und Respekt
  • Kritikfähigkeit
  • Durchsetzungskraft und Begeisterungsfähigkeit

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Michael Kunz
  • Aufgabe
  • Verantwortung
  • Kompetenz

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Monika Birkner
  • Auswahl des Dienstleisters
  • Auftragsklärung
  • Augenhöhe
Nina Kuntz
  • Die Wertschätzung
  • Die Differenzierung
  • Die positive Erwartung

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Olaf Hinz
  • Unentscheidbare Entscheidungen treffen
  • Gelassen der Ungewissheit begegnen
  • Praktische Klugheit

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Peter Wallner
  • Polarität – Willkommen in der Welt der Widersprüche
  • Resonanz – Führung muss in den Fluss kommen
  • Ordnungsmuster – Menschen führen ist Arbeit mit dem Leben

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Sabine Pfleger
  • Führen = Motivieren?
  • Führung ≠ Befehl und Kontrolle
  • Führung = Wissensmanagement

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Sonja Mannhardt
  • Vertrauen
  • Konzentration auf Weniges und Stärkenorientierung
  • Ermutigung
Dr. Stefan Fuchs
  • Eine Führungskraft ist primus inter pares.
  • Sie trifft Entscheidungen oder legt fest, wer diese nach welchem Verfahren trifft.
  • Sie kommuniziert gewaltfrei.

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Dr. Stefan Hagen
  • Führung mit Herz – Zugehörigkeit
  • Führung mit Kopf – Achtsamkeit
  • Führung mit Hand – Ordnung

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Stephan Stockhausen
  • Liebe
  • Selbst-Bewusst-Sein
  • Systemisches Denken — Reziprozität
  • Ergebnisorientierung
  • Wachstum

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Svenja Hofert
  • Respektiere den Wahnsinn
  • Sei Löwe oder Schaf — und hüte die Deinen
  • Sei kein Trapez, spring selber

Weiterlesen

Thomas Mangold
  • Authentizität
  • Vorbildwirkung
  • Ein Wertesystem und Regeln

Weiterlesen

Uta Beerhenke
  • Wir wollen als Individuum wahrgenommen werden.
  • Wir brauchen klare Ziele und ein Wertesystem.
  • Wir hätten gern einen Chef, der auch mal ins kalte Wasser springt.

Weiterlesen

Werner Settler
  • Berechenbarkeit als wichtigste Führungseigenschaft
  • Nur mit den richtigen Mitarbeitern zusammenarbeiten
  • Führen heißt, dem Mitarbeiter zum Erfolg verhelfen

Was wirst Du als nächstes tun?

Unsere Welt verändert sich schnell. Es gibt nicht nur täglich neue Herausforderungen, sondern zumeist auch zahlreiche Lösungen für ein Problem. Welche ist die Richtige? Wie begegnen wir dieser Komplexität, dem Nicht-Wissen und der Vieldeutigkeit?

Wer Unternehmertum aktiv gestalten will, wird feststellen, dass konventionelle Ansätze, Vorgehensweisen und Maßnahmen der Betriebswirtschaft nicht mehr zeitgemäß und stimmig sind. Vor allem dann nicht, wenn wir uns die Schwarmintelligenz der Firma zunutze machen und unserem Leben und Arbeiten Sinn geben möchten.

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